Rheumatologie

Recht gut bekannt sind die Glasgow-Studien bei Patienten mit rheumatoider Arthritis, welche von GIBSON et al. (1978/1980) durchgeführt wurden. In der Pilotstudie waren nach einem Jahr von 54 individuell homöopathisch behandelten Patienten 42,6% besser unter ausschliesslicher homöopathischer Medikation, weitere 24% waren besser unter einer zusätzlich antirheumatischen Behandlung. Von 41 Patienten, die hohe Dosen von Aspirin erhielten. hatten 35 die Studie nach einem Jahr verlassen, nur 6 waren besser unter Aspirin. Alle 100 Placebo-Patienten hatten die Studie nach 6 Wochen verlassen [48].

In einer zweiten Studie mit 46 Patienten unter Doppelblindbedingungen zeigte die Patientenhälfte unter homöopathischer Therapie nach drei Monaten signifikant bessere Resultate (nach verschiedenen Kriterien) als unter Placebo (1980 [47]).

ANDRADE (1991) untersuchte während 6 Monaten 44 Patienten mit rheumatoider Arthritis. Beide Gruppen waren besser als zuvor, aber ohne signifikanten Unterschied zwischen Verum und Placebo [3].

SHIPLEY et al. (1983) publizierte im Lancet eine Studie ohne Effekt [105]. Diese Studie wurde von homöopathischer Seite kritisiert, weil die Patienten nicht individuell behandelt wurden. In einer randomisierten Doppelblind-Studie von FISHER (1985) bei 24 Patienten mit Fibrositis zeigten die 12 Patienten unter Verum einen besseren Verlauf als die Vergleichsgruppe unter Placebo [40]. In einer zweiten Fibromyalgie-Studie von FISHER et al. (1989) zeigte das Medikament Rhus toxicodendron signifikant bessere Resultate als Placebo [39].