Kanada ruft H1N1-Impfstoff Pandemrix zurück - BAG beruhigt - SF Tagesschau - Video

Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline hat eine Charge seines Impfstoffs Pandemrix gegen die Schweinegrippe in Kanada zurückgerufen. Die Nebenwirkungen könnten lebensbedrohlich sein. Wieviele der Dosen schon benutzt wurden, wurde nicht mitgeteilt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt gegenüber der «Tagesschau» für die Schweiz Entwarnung.

Die zurückgezogenen Chargen für den nordamerikanischen Markt stammten aus kanadischer Produktion. In der Schweiz verwendete Chargen sind nach Angaben des BAG in Europa produziert worden. «Die Schweiz ist nicht betroffen», sagt Virginie Massserey vom BAG. «Swissmedic überwacht sehr genau sämtliche Zwischenfälle, die nach einer Impfung auftreten.» Bis jetzt gebe es keinen Hinweis auf eine unerwartete Reaktion.

172'000 Einheiten betroffen

n Kanada wurden Mediziner angewiesen, Dosen aus der betroffenen Charge nicht zu verwenden, da das Mittel lebensbedrohliche Allergien auslösen könne, hiess es.

Eine GlaxoSmithKline-Sprecherin erklärte in London, die Empfehlung sei ausgegeben worden, nachdem von der betreffende Charge mehr Berichte über Allergien eingegangen seien als normalerweise

Es handele sich um insgesamt 172'000 Impf-Einheiten. Wie viele davon möglicherweise schon benutzt wurden, sagte die Sprecherin nicht. White erklärte weiter, GlaxoSmithKline habe die kanadischen Gesundheitsbehörden am 18. November informiert. Insgesamt seien 7,5 Millionen Impf-Dosen nach Kanada geliefert worden.

WHO: Klären, was in Kanada passiert ist

Es würden Untersuchungen durchgeführt, nachdem es zu einer «ungewöhnlichen» Häufung von allergischen Reaktionen auf die Impfung mit dem Mittel Pandemrix gekommen sei, sagte ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag in Genf.

Es müsse «geklärt werden, was in Kanada passiert ist». Die WHO- Empfehlungen zur Impfung gegen das Virus A (H1N1) blieben jedoch unverändert bestehen.
Vergangene Woche hatte die WHO erklärt, dass bei der Untersuchung der bislang weltweit 30 Todesfälle nach Impfungen gegen die Schweinegrippe kein ursächlicher Zusammenhang zwischen Impfung und Tod nachgewiesen worden sei. Verglichen mit den bislang mindestens 65 Millionen weltweit verabreichten Impfstoffdosen sei die Zahl der Todesfälle äusserst gering.

Diese Aussage bestätigt Virginie Masserey: «In der Schweiz konnten allergische Reaktionen bisher gut behandelt werden.» Todesfälle nach einer Impfung hätten allesamt andere Ursachen gehabt. Der Impfstoff habe nicht den Tod verursacht.

(ap/fasc) SF Tagesschau...